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KI-Kurs für Senioren · Lektion 1 von 8 · etwa 20 Minuten

Was KI ist und was sie für Sie tun kann

Sie wissen danach, was hinter „Künstlicher Intelligenz“ steckt, wofür sie im Alltag taugt und wo ihre Grenzen liegen.

Vielleicht haben Sie es in den Nachrichten gehört oder Ihre Enkel haben davon erzählt: „ChatGPT“, „Künstliche Intelligenz“, kurz „KI“. Das klingt nach Technik für Fachleute. Ist es nicht. Ein KI-Assistent ist im Kern ein Programm, mit dem Sie sich in ganz normalen Sätzen unterhalten. Sie schreiben oder sprechen eine Frage, der Assistent antwortet in verständlichem Deutsch.

Stellen Sie sich einen sehr belesenen, immer geduldigen Helfer vor, der Millionen Bücher, Zeitungen und Anleitungen gelesen hat. Er kann Briefe für Sie entwerfen, Fachbegriffe erklären, ein Rezept aus dem umrechnen, was im Kühlschrank ist, oder einen Behördenbrief in einfache Worte übersetzen. Er wird nie ungeduldig, und Sie dürfen so oft nachfragen, wie Sie wollen.

Was ein KI-Assistent kann

Was ein KI-Assistent nicht kann

Das ist genauso wichtig. Der Assistent weiß nichts über Sie, solange Sie es ihm nicht sagen. Er hat kein Gedächtnis über Ihre Gespräche hinaus (je nach Programm ein wenig). Er kann sich irren, und zwar mit großer Sicherheit im Tonfall. Er erfindet manchmal Fakten, Telefonnummern oder Gesetze, die es nicht gibt. Deshalb gilt die wichtigste Regel dieses Kurses:

Die Grundregel

Der Assistent liefert Entwürfe und Erklärungen. Entscheidungen, Fakten und alles mit Geld oder Gesundheit prüfen Sie selbst oder mit einem Menschen, dem Sie vertrauen.

Kostet der KI-Assistent etwas?

Die bekannten Assistenten (ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot) gibt es in einer kostenlosen Fassung. Für die Übungen in diesem Kurs genügt sie. Die Anbieter verkaufen auch bezahlte Fassungen, die schneller antworten und mehr dürfen; die brauchen Sie als Einsteiger nicht. Sie müssen also für den Assistenten selbst nichts bezahlen.

Ist das sicher?

So sicher wie ein Brief an ein Unternehmen: Was Sie eingeben, wird auf Rechnern des Anbieters verarbeitet. Deshalb geben Sie keine Kontonummern, Passwörter, Ausweisnummern oder Gesundheitsdaten anderer Menschen ein. Lektion 7 widmet sich ganz der Sicherheit. Mit dieser einen Regel sind Sie schon auf der sicheren Seite.

Übung für heute (5 Minuten)

Sie brauchen dafür noch keinen Assistenten. Nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben Sie drei Dinge auf, bei denen Sie sich in den letzten Wochen Hilfe gewünscht hätten: ein Brief, ein Formular, eine Frage, ein Plan. Diese Liste ist Ihr persönlicher Fahrplan für die nächsten Lektionen. In Lektion 3 stellen Sie die erste dieser Fragen.

Wenn Ihnen jemand hilft

Viele lernen den Kurs gemeinsam mit einem Kind oder Enkel. Gut so. Bitten Sie die Helfer aber, nicht für Sie zu tippen, sondern nur zuzusehen. Sie sollen es selbst können, das ist der ganze Sinn.

Kurzer Selbsttest

Kreuzen Sie an und drücken Sie „Antworten prüfen“. Es gibt keine Noten, nur Erklärungen.

Was ist ein KI-Assistent am ehesten?

Der Assistent nennt eine Telefonnummer des Finanzamts. Was tun Sie?

Müssen Sie für ChatGPT oder einen anderen Assistenten bezahlen, um die Übungen zu machen?

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